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8. Dezember 2013 7 08 /12 /Dezember /2013 07:45

Fragen und Anregungen zum Bericht an info@travel-bugs.org

 

Was bringt mir ein Sprachaufenthalt?

 

Für uns gibt es keinen besseren Weg eine Sprache zu lernen als mit einem Sprachaufenthalt im Ausland. Man ist rund um die Uhr von der zu erlernenden Sprache umgeben. Das Erlernen einer weiteren Sprache bringt einem im Leben weiter und es macht sich natürlich auch für den Lebenslauf gut. Es ist aber nicht nur die Sprache die man erlernt, es sind auch die vielen Erfahrung die man in dieser Zeit macht. Man muss selbständig Situationen meistern, die man im normalen Alltag nicht antrifft, und dies auch noch in einer fremden Sprache. Zudem lernt man Menschen aus der ganzen Welt kennen und knüpft viele neue Kontakte.

Ob alleine oder zu zweit ist eine Entscheidung die man gut überlegen sollte. Fabienne und ich waren beide schon alleine an einem Sprachaufenthalt. Alleine lernt man eher andere Studenten kennen als zu zweit und man ist unabhängiger. Wir waren jedoch auch schon zu zweit in einem Kurs und sogar in der gleichen Klasse. Und wir empfanden es nicht als Nachteil.

Fazit: Ein Sprachaufenthalt ist immer ein Gewinn. Wer also Zeit dafür hat, ein Zwischenjahr hat oder unbezahlten Urlaub nehmen kann dem sei ein Sprachaufenthalt geraten. Unter Palmen am Strand eine neue Sprache zu lernen ist allemal schöner als an der Güterstrasse in Basel.

Empfehlung der Travelbugs

Bei einem Sprachaufenthalt von mehreren Monaten sollte man sich genau überlegen ob man den Kurs für die ganze Dauer an der gleichen Schule macht. Zudem sollte man sich fragen ob man den Kurs schon im Voraus bezahlen möchte oder nicht.

Grund:

Es ist nicht angenehm wenn man nach einer Woche an der Schule nicht zufrieden ist mit dem Unterricht, aber schon 3 Monate gebucht und bezahlt hat. Daher macht es Sinn nur 2-3 Wochen zu bezahlen und dann vor Ort zu verlängern. Dies ist meist kein Problem.

Auch eine Idee wäre einen längeren Sprachaufenthalt an verschiedenen Orten des Landes zu machen um mehr vom Land zu sehen. Empfehlenswert ist auch nach dem Kurs noch ca. 2 Wochen Zeit einzuplanen um evtl. noch reisen zu können. Wir haben viele Studenten getroffen die dies nicht eingeplant hatten und nach dem Kurs direkt nach Hause fliegen mussten. Und dies dann sehr bedauert haben.

Wo mache ich am besten einen Englisch Sprachaufenthalt?

Grundlegend lernt man weltweit das "Cambridge English". So lernt man also in Australien wie England eigentlich das gleiche Englisch. Natürlich wird auf den Strassen von Sydney jedoch ein anderes Englisch gesprochen als in London.

David war jedoch bei seinem 6 monatigen Arbeitsaufenthalt in London vom britischen Englisch überrascht. In London vermischen sich verschiedene Kulturen und Sprachen, so dass man das britische Englisch gar nicht so oft hört. Oftmals ist es vermischt mit Indischen, Spanischen oder diversen anderen Akzenten. Wiederum haben die Engländer in manchen Bezirken oder Vororten sehr starke Dialekte wo es sogar für eine gut Englisch sprechende Person schwierig wird zu folgen. Daher muss es nicht England sein um Englisch zu lernen.

Wir empfehlen ein Land zu wählen, das man schon immer besuchen wollte oder wo man annimmt sich wohl zu fühlen. Ausserdem sollte man das Klima beachten zu der Jahreszeit wo man den Aufenthalt plant. In Australien ist es im Januar gerne mal 40 Grad heiss wo hingegen in Toronto im gleichen Monat -5 Grad herrschen. Einen Sprachaufenthalt kann man auch mit etwas verbinden was man schon immer erlernen wollte, zum Beispiel Surfen, Tauchen, Reiten, Volkstänze usw.

Ich, David, war in San Diego/ USA. Während meines 5 monatigen Aufenthalts in Kalifornien besuchte ich während 4 Monaten die Converse International Scool of Language www.cisl.edu in San  Diego. Die Lehrer wechseln regelmässig die Klassen, was den Unterricht interessant hält. Leider waren während meines Schulbesuchs sehr viele andere Schweizer an der Schule. So kam das Üben des Englisch ein wenig zu kurz. Die Schule organisiert auch viele Freizeitaktivitäten wie z.B. Surfen, Segeln, Ausflüge nach Las Vegas, BBQ usw.

Fabienne besuchte einen Sprachkurs in Vancouver/ Kanada.

 Vancouver, die Stadt der vielen Möglichkeiten. Von Dezember 2001 bis Februar 2002 verbrachte Fabienne dort einen 10-wöchigen Sprachaufenthalt. Sie belegte einen Englisch Kurs an der LSC Sprachschule (Language Studies Canada) und wohnte bei einer Gastfamilie. Die Schule kann sehr empfohlen werden. Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich und die Schule liegt sehr zentral. Zudem plant auch diese Schule viele Freizeitaktivitäten wie Ausflüge in Nationalparks, Besuch eines NHL Hockey Games usw. Mehr zu den Angeboten der Schule unter http://www.lsc-canada.com

Wo mache ich am besten einen Spanisch Sprachaufenthalt?

Wer sich eher für einen Spanisch Kurs interessiert, sollte sich auch die oben genannte Punkte überlegen. In Südamerika wird ein anderes, etwas einfacheres Spanisch gesprochen als in Spanien. Südamerika ist wegen der langen Anreise von Europa aus für einen Aufenthalt unter 3 Wochen weniger geeignet.

Wie wir in Südamerika (Costa Rica, Peru, Ecuador) festgestellt haben, nehmen es die Lehrer oft nicht so genau mit dem Beginn der Schulstunden. So können am Ende der Woche gut 1 bis 2 Stunden weniger Unterricht abgehalten worden sein als bezahlt. Auch ist das Niveau der Lehrer meist sehr unterschiedlich. Man bekommt teilweise auch zu spüren, dass die Lehrer in Südamerika oftmals unterbezahlt sind. Wer sich an solchen Sachen nicht stört, dem ist Südamerika sehr empfohlen, ist es doch eine ganz andere Kultur als Europa.

Natürlich gibt es aber auch qualitativ sehr gute Schulen, da bezahlt man dann aber entsprechend mehr.

In Playa Tamarindo, an der Westküste von Costa Rica besuchten wir für 3 Wochen einen Spanisch Kurs an der Wayra Sprachschule. Auf der Homepage www.spanish-wayra.co.cr erfährt man die Preise und alles Wissenswerte und kann sich auch direkt anmelden. Die Sprachschule befindet sich nur 300m vom schönen Sandstrand entfernt in einem netten Dschungelgarten. Die Klassenzimmer sind alle „Open Air“. Leider ist die Qualität der Lehrer/Lehrerinnen sehr unterschiedlich. Manche beherrschen ihren Job hervorragend andere weniger. Das Lerntempo ist eher schnell, für Anfänger vielleicht etwas schwierig zu Beginn. Als Unterrichtsmaterial erhält jeder Student ein eigenes Buch seines Levels. Dies ist nicht von erster Klasse, aber dies empfindet jeder anders.

In Cusco (Peru) besuchten wir die Spanisch Schule San Blas www.spanishschoolperu.com. Dies ist eine sehr günstige Schule. Die Qualität der Lehrer ist, wie wir es von Südamerika kennen, unterschiedlich. Unterrichtsmaterial gibt es nur in Form kopierter Blätter. Zudem ist das Tempo, gerade für Anfänger recht hoch. Die Schule verfügt über gratis Internet und plant regelmässig Aktivitäten.

In Quito (Ecuador) besuchten wir die Banana Spanish School. Wir belegten beide Privatkurse für 110 Dollar die Woche, ein Schnäppchen. Der Unterricht begann immer pünktlich. Zudem ist die Schule sehr klein und damit sehr familiär. Die Lehrerinnen waren sehr sympathisch und der Unterricht qualitativ gut. Lässt sich also sehr empfehlen.

Gastfamilie oder Studentenunterkunft?

Das ist die Frage die man sich bei einem Sprachaufenthalt immer stellt.

Wir empfehlen aus folgenden Gründen eine Unterkunft bei einer Gastfamilie zu beziehen:

·         Der Anschluss an die lokale Bevölkerung ist damit bereits gegeben.  

·         Das Erlernen der Sprache gestaltet sich viel einfacher und Hilfe bei Hausaufgaben ist meist vorhanden. Man muss sich einfach in der Fremdsprache unterhalten da die Familie kein Deutsch versteht. Dadurch macht man rasch Fortschritte.

·         Man bekommt hautnah mit wie die Einheimischen leben und mit welchen Sorgen und Probleme sie konfrontiert sind.

·         Man weiss wie und wo die Einheimischen Feste feiern und die Gestaltung der Freizeit ist einfacher.

·         Man kann die Einheimische Küche geniessen.

·         Hilfestellung bei eventuellen Behördengängen oder ähnlichem

·         Oftmals bleibt man mit der Familie auch noch nach dem Sprachaufenthalt in Kontakt und kann zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren.

Trifft man auf eine Gastfamilie mit der man nicht zufrieden ist, sollte man sich unbedingt bei seinem Veranstalter oder Schule melden. Meist kann dann eine Lösung, z.B. eine Umplatzierung gefunden werden.

Übrigens kann man auch als Paar bei einer Gastfamilie leben. Es gibt Familien die Doppelzimmer anbieten. Einfach den Veranstalter fragen.

In einer Studentenunterkunft hingegen muss man sich meist in einer Gemeinschaftsküche verpflegen und so entgeht einem die Einheimische Küche.

Das Erlernen der Sprache gestaltet sich schwieriger, da es in den Studentenunterkünften meist eine Gruppierung der einzelnen Sprachen gibt. Es wird somit weniger in der zu erlernenden Fremdsprache gesprochen als in einer Familie.

Das Zimmer teilt man sich vielmals mit einem anderen Studenten, so dass man nicht allzu viel Privatsphäre hat.

Andererseits ist man in einer Studentenunterkunft freier und ungebundener. Wo man sich bei einer Familie immer melden muss wenn man nicht nach Hause zum Essen kommt, erübrigt sich das in einer Studentenunterkunft. Zudem ist die Studentenunterkunft meist günstiger als die Gastfamilie, jedoch hat man auch keine Vollpension.

Hat man die Möglichkeit bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen ist das natürlich eine gute Alternative, die meist auch viel billiger ist als wenn man etwas buchen muss. Nur sprechen diese dann wahrscheinlich die eigene Muttersprache, womit wieder der Lerneffekt sinkt.

Wo buche ich meinen Sprachaufenthalt?

In jeder grösseren Stadt gibt es Agenturen wo Sprachreisen gebucht werden können.

Eine spezifische Empfehlung können wir nicht abgeben. Einfach darauf achten, dass sich die Agentur deiner Wahl mit deiner Wunschdestination auskennt. Die Agentur wird sich um Visa und Flüge bemühen und wird dir auf Wunsch deine entsprechende Unterkunft reservieren.

Wo kann ich Einsparungen machen?

Eine weitere Möglichkeit ist das Buchen übers Internet direkt bei der Schule. Das benötigt ein wenig Recherchearbeit im Internet, ist aber durchaus möglich. Auf Wunsch sucht die Schule eine gewünschte Unterkunft. Um die Flüge und allfällige Visa muss man sich jedoch selber kümmern. 

Wenn man die Preise für Familie und Unterricht bei der Reiseagentur und dem Angebot der Schule vor Ort vergleicht, bemerkt man dass die Reiseagentur meist teurer ist.

David hat einige Studenten kennengelernt die bereits Erfahrung mit Sprachaufenthalt hatten und dessen Taktik um Kosten zu sparen war folgende:

Um sich die Arbeit mit Visa und Flügen zu ersparen buchten sie Ihren Aufenthalt bei einer Agentur jedoch nicht über die ganze Zeitspanne. Sie haben nur ein Minimum an Unterricht von ein paar Wochen gebucht dann vor Ort an der Schule weiteren Unterricht gebucht was oftmals billiger ist.

Für dieselbe Zeitspanne buchten sie eine Unterkunft im Studentenheim. Sie hatten sich dann in der Schule bei bereits länger anwesenden Studenten nach netten Familien umgefragt. So konnten sie direkt bei der Schule eine gute Familie buchen oder haben die Gastfamilien direkt angesprochen ob sie für den Rest ihres Aufenthaltes ein Zimmer bieten.

Falls dies nicht auf Anhieb geklappt hat, haben sie Ihren Aufenthalt im Studentenheim um ein paar Wochen verlängert.

Diese Möglichkeit kann sich bei längeren Aufenthalten auszahlen, aber dafür muss man sich selbst darum kümmern. Es ist auch von Vorteil wenn man die zu erlernende Fremdsprache bereits ein wenig beherrscht um besser verhandeln zu können.   

Wenn man also diese Variante vorzieht muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Gültigkeit des Studentenvisa ausreicht.

 

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Published by The Travelbugs