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NEWSLETTER NR.1 VOM 08. FEBRUAR 2010
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Bilder zum Bericht unter /www.travel-bugs.org/album-1566893.html


Es waren einmal zwei Travelbug, die am 20. Januar 2010 ihr grosses Abenteuer starteten. Mit Champagner, Knabbereien und DVD schauen ging’s zum Flughafen nach Frankfurt. Der KLM Flug nach Lima via Amsterdam verlief dann ohne Probleme. Wenn wir auch teilweise Achterbahn geflogen sind. Fünf Spielfilme später waren wir am Ziel. Bienvenido a PERU! LIMA begrüsste uns mit 25 Grad und leicht bewölktem Himmel.

 

Nach unserer ersten Nacht im Hostel, inkl. Frühstück mit Brötchen die nach Esspapier schmeckten, machten wir uns auf die Umgebung zu erkunden. Nach Lima ins Zentrum fuhren wir nicht, das soll scheinbar nicht so interessant sein. Im Quartier Miraflores sind wir aber etwas um die Ecken gezogen.

Nachdem wir genug hatten sind wir auf einen Bus aufgesprungen. Mehr als ein paar Sekunden bekommt man nicht dafür. Unverhofft schnell waren wir am Ziel, dementsprechend war auch die Fahrt! Am Ziel angekommen springt man praktisch aus dem fahrenden Bus. Zurück im Hostel war uns bald klar dass wir weiterziehen wollen.

 

Also ging’s am nächsten Tag weiter nach NAZCA. Beim Busterminal von Cruz del Sur bemerkten wir, dass es ein Check-in gibt ähnlich wie auf dem Flughafen. Na gut, erst mal Gepäckaufgeben. Mit dem Handgepäck ging‘s dann in den Bus. Aber hoppla, da stand doch tatsächlich einer der die Rucksäcke durchsuchte und die Passagiere mit einem Metalldetektor kontrollierte. Und David hatte sein Sackmesser noch in der Hosentasche! Da der Kontrolleur es aber nicht so genau nahm versteckte David es kurzerhand in der Laptoptasche.

Drei Filme und ein Abendessen später, oder 8 Stunden Fahrt auf der Panamericana durch eine Mondlandschaft, waren wir in Nazca angekommen.

Am nächsten Morgen ging es für das Frühstück direkt zum Markt um Früchte zu kaufen. Eine Avocado für 30 Rappen und Bananen für 20 Rappen waren unsere Beute. Später bestiegen wir einen Bus Richtung Aussichtturm um die berühmten Gesteinszeichnungen in der Wüste anzuschauen. Während der Fahrt überlegten wir uns ob der Chauffeur wohl die Stationen ausruft? Was waren wir für Anfänger. Natürlich tat er es nicht und so verpassten wir prompt die Station, und das obwohl der Turm ganz allein in der Wüste steht. Der peruanische Konduktor hat dann dafür gesorgt, dass wir umsteigen können und ohne zu bezahlen zurück zum Turm kommen. Wie freundlich! Dort angekommen sind wir den Turm hochgestiegen und haben ein paar Fotos von vorhandenen Zeichnungen gemacht.

Nun ging‘s zurück ins Hostel um noch ein bisschen zu chillen und ein paar Sachen durchzustudieren. Mit dem Nachtbus ging es dann weiter Richtung AREQUIPA. Geschickt versuchte der Chauffeur den mondkratergrossen Schlaglöchern auszuweichen. Irgendwie passte es auch zur Landschaft.

Bei Tagesanbruch haben wir festgestellt das wir während 9 Stunden Busfahrt vom Mond zum Mars gefahren sind und das für nur 27 Dollar. Wir waren viel zu früh im Hostel, so haben wir die Zeit mit einem Stadtrundgang zu Fuss und mit dem Bus überbrückt. Arequipa wird auch die weisse Stadt genannt, da viele Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit aus weissem Vulkangestein gebaut wurden. So ging die Zeit ganz schnell rum. Arequipa gefiel uns gut.

Am nächsten Tag beschlossen wir im Hostel zu bleiben um Geld zu sparen. Abends fand dann im Hostel die Australian Party mit grossem BBQ statt. So konnten wir uns für 15 Soles (5 SFr.) die Bäuche vollschlagen. Dafür haben wir uns tagsüber nur von übriggebliebener Pizza ernährt. Die Party ging bis 3 Uhr morgens direkt vor unserer Zimmertür weiter. Da wir früh auf den Bus mussten konnten wir nur dezibelmässig daran teilnehmen. Ohrstöbsel rein und buenas noches!

 

Am nächsten Morgen bestiegen wir den Bus Richtung PUNO am Titicacasee.  Da der Himmel wolkenfrei war, konnten wir sogar die drei bis zu 6000 m hohen Vulkane rund um Arequipa sehen. Wir fuhren durch die Pampa die zwischen 3500 und 4200 m liegt und sahen Lamas, Alpacas, Lagunen mit Flamingos und viel Geröll.

Beim Frühstück im netten Bothy Hostel in Puno lernten wir Clara und Ari aus Argentinien kennen und beschlossen gleich dass wir zusammen die schwimmenden Schilfinseln auf dem Titicacasee anschauen möchten. Kurz darauf sassen wir schon im Boot zu den Inseln. Dort wurde uns erklärt wie die Inseln gebaut werden und wie die Leute darauf leben. Alles ziemlich touristisch, aber trotzdem eindrücklich. Abends beschlossen wir mit Clara und Ari zusammen im Hostel etwas zu kochen. In der Markthalle  kauften wir frischen  Fisch, Gemüse und Reis. Oder darf es ein Hühnerbein oder Kopf sein? Mit den gekauften Sachen haben wir uns dann ein leckeres Essen zubereitet was uns nur ca. 1 SFr. gekostet hat.

 

Am nächsten Tag schlossen wir uns vier Deutschen Mädels an, um die Grabtürme Sillustani am Umayosee in der Nähe von Puno anzusehen.  Ein Guide erklärte uns wie die Leute auf diesem Hochplateau (4000 m) leben und natürlich die Bedeutung der Grabtürme. Die Treppen hochzusteigen war ein Kraftakt. Die Luft war dünn! Leider wurden wir dann von einem Gewitter überrascht. So fiel der Besuch etwas kurz aus.

Die Höhe in Puno von fast 4000 m machte uns schlussendlich überraschend wenig aus. Wir wussten dass es wichtig ist viel zu trinken. Zudem half Coca Tee gut gegen beginnende Kopfschmerzen. Nöö er berauscht nicht.

 

Nach drei Nächten in Puno ging es weiter Richtung CUSCO. Über das karge Hochplateau (4200 m), runter in die grüneren Täler (3200 m). Etwa eine Stunde vor Cusco sahen wir die Region die vor ein paar Tagen überschwemmt wurde. Ganze Ortschaften standen unter Wasser und Brücken wurden weggeschwemmt. Das wenige Hab und Gut der Einheimischen Leute war dahin und sie mussten darum in Zelten hausen. Ein schlimmer Anblick.

In Cusco angekommen wurden wir vom Schulleiter Manfred abgeholt und zur Familie gefahren. Wir wurden herzlichst von Edina (Mutter), Ernesto (Sohn), Jamil (Tochter) und Sonja (Haushälterin) empfangen und bezogen ein wundervolles Zimmer. Kurz darauf verliess die Familie das Haus um den Überschwemmungsopfern zu helfen. Somit waren wir mit Dan (Student) alleine im Haus, wo er uns bei einer Tasse Coca Tee über seinen Trip zum Machu Pichu und seiner Rettung per Helikopter erzählte. Sogar das amerikanische Fernsehen hat über ihn berichtet, wenn auch mit reichlich Übertreibung  (http://www.kcci.com/video/22348415/index.html). Dan fand Gefallen daran einen gratis Flug über den Machu Pichu erhalten zu haben.

Später haben wir noch Maren aus Deutschland und Maria aus Basel, welch ein Zufall, kennengelernt welche auch hier wohnen. Nach dem Nachtessen haben wir uns dann verschiedene Fotos angeschaut, Geschichten erzählt und viel gelacht.

Am nächsten Morgen gab’s zum ersten Mal Brot das nicht nach Esspapier schmeckte. Später haben wir uns aufgemacht unsere nähere Umgebung zu erforschen. Wir liefen durch schmale, antike Gassen in denen die Trottoirs teilweise nicht mehr als einen Fuss breit waren. Musste man anderen Fussgängern ausweichen war Vorsicht geboten vor den Autos, die nur Zentimeter an einem vorbeifuhren. Und das nicht langsam!

In Cusco gibt es eine einmalige Kombination von kolonialen und religiösen Prachtbauten, die über den Steinfundamenten der Inka errichtet wurden. Besonders schön ist der Plaza de Armas und die umliegenden Gassen. Bisher ist das die schönste Stadt die wir in Peru besucht haben. Kein Wunder, denn Cusco war das Herz des einst so mächtigen Inka Reichs.

 

Ab 1. Februar hiess es nach dem Frühstück vamos a la escuela. „Hola como estas?” Von nun an wird von 8:30 bis 13:00 Uhr in der „San Blas Escuela de Espanol“ die Schulbank gedrückt. Nach der Schule schnell nach Hause zum Mittagessen. Danach eine Siesta und dann ran an die Hausaufgaben. Am Abend gibt es dann vielerlei Dinge zu tun. Tanzen gehen, einen DVD schauen (auf Spanisch natürlich), faszinierende Inkabauten besichtigen oder eines der zahlreichen Feste besuchen. In Cusco haben die Menschen immer was zu feiern. Und gerne tun sie das mit Cuy (gebratenem Mehrschweinchen). Nun konnten wir sie mit eigenen Augen sehen wie sie einem mit offenen Mund und noch vorhandenen Zähnen anschauen. Gruselkabinett! David hielt dies aber nicht davon ab, Cuy zu probieren. Zu Fabi’s Entsetzen!

Wir werden nun noch diese Woche in Cusco verbringen um Spanisch zu lernen. Danach geht es weiter Richtung Norden Perus. Und dies alles ohne unsere geliebte Schoggi. Die ist nämlich schon komplett aufgebraucht. Wird hart!

Also dann! Bis zum nächsten Mal!

 

Muchos saludos, The Travelbugs


NEWSLETTER NR.2 VOM 09. MÄRZ 2010
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In Cusco waren wir also fleissig am Spanisch lernen. Si, ahora hablamos mejorJ.  Eines der Highlights war auch die Teilnahme an einem Fussballturnier, dessen Erlös den Überschwemmungsopfern rund um Cusco zugutekam.  Man beachte, dass Fussballspielen auf 3500 m eine anstrengende Angelegenheit ist! Unser Team der Spanisch Schule hatte sich den südamerikanischen Fussballgöttern jedoch tapfer entgegengestellt und wir sind schlussendlich auf dem 4.Platz gelandet. Auch Dank eines Tors von Fabigoooooaaaall! Auch erwähnenswert, die einzige Frau am Turnier war…Fabigoooooaaaal.

Als wir hörten, dass in Cusco ein Karneval stattfindet, gab es für uns kein Halten mehr. Kostüme, Konfetti, Bonbons und Musik suchten wir jedoch vergeblich. Stattdessen wurden die Leute mit Wasserballons, Wassereimern und Schaumspray beworfen. Mittendrin waren auch die Travelbugs anzutreffen, die natürlich auch richtig nass wurden.

Das Nationalgetränk Perus „Picso Sour“ bestehend aus Pisco (ein Likör aus Trauben), Eiweiss, Limetten, Zimt und Eis haben wir natürlich auch probiert! Erstaunlicherweise schmeckt es.

 

Von Cusco aus wollten wir dann eigentlich über das Hochland Richtung Norden fahren. Wegen des vielen Regens war diese Strecke aber geschlossen. So blieb uns nichts anderes übrig als den gleichen Weg zurückzufahren wie wir gekommen waren. Nach einer 33 Stunden langen Reise im Schüttelbecher, auch Bus genannt, waren wir wieder in LIMA. Diesmal haben wir uns auch das Stadtzentrum angeschaut. Wie so oft ist die Plaza de Armas (Hauptplatz) die schönste Ecke.

 

Nach einer Nacht im Hostel, ging‘s abends bereits weiter nach HUARAZ in den Cordillera Blanca.

Um 6 Uhr früh kamen wir in Huaraz an. Todmüde haben wir uns im Hostel noch ein wenig schlafen gelegt. Wenig später konnten wir die erste Aussicht vom Dach des Hostels auf die berühmten Berge rund um Huaraz (auch die Schweiz Peru’s genannt) geniessen. In der Stadt haben wir uns dann nach Touren rund um Huaraz erkundigt und auch gleich eine gebucht. 

 

Am nächsten Morgen um 6:00 früh ging unsere Tour los. Aber vor dem Hostel stand nicht der versprochene Tourbus, sondern nur ein Mann mit Plastiksack. Dieser Mann, der sich als unser Guide herausstellte, führte uns zuerst zum Busterminal, wo wir mit ca. 15 Einheimischen in einen Kleinbus des öffentlichen Verkehrs gezwängt wurden. Die Fahrt ging fast drei Stunden im stop and go über teils ungeteerte Strassen. Dann endlich erreichten wir unser Ziel. Aussteigen, Eingeweide sortieren und los ging‘s. Leider zu Beginn im Regen und auch die Berge waren wolkenverhangen. Wir liefen über grüne Wiesen, vorbei an Bächen, schweizer Kühen, Felswänden, Geröllhalden, Hochmooren und Wasserfällen. Umgeben von Gletschern und Gipfeln bis über 6000 m, die wir, als der Regen nachliess, doch noch sehen konnten. Nach gut drei Stunden erreichten wir die türkisblaue “Lagune 69“ auf 4600m. Eine Verschnaufpause, ein Picknick aus dem Plastiksack unseres Guides und ein paar Fotos, dann hiess es schon wieder Abstieg. Und dieser war dann herrlich sonnig. Wir konnten den 4. höchsten Berg Südamerikas sehen. Den Huascaran (6768m) Sehr eindrücklich.

 

Zwei Tage später sassen wir bereits wieder im Bus nach TRUJILLO an der Pazifikküste. In, HUANCHACO 12 km von Trujillo bezogen wir ein nettes Hostel. Dort haben wir gleich 3 Portionen richtig gute Spaghetti verdrückt. Eine Willkommene Abwechslung zum Hauptnahrungsmittel Reis. Die Tage in Huanchaco verbrachten wir meist in der Hängematte liegend oder den Sonnenuntergang beobachtend. Der Strand war nicht so einladend zum baden. Dafür hatte das Hostel ein Haustier. Eine Schildkröte die wir sogleich Speedy nannten, da diese tierisch schnell unterwegs war aber auch gerne schmuste.

 

Unser Weg führte uns ein paar Tage später nach MANCORA. Schliesslich haben wir gehört es gebe da tolle Strände! In Mancora angekommen stellte sich jedoch Ernüchterung ein. Der Strand war mit Abfall übersät und Palmen gab es nur an einem einzigen Ort, einem Hotelkomplex. Die staubige Panamericana führte mitten durchs Dorf und es gab Verkehr wie in Zürich. Unsere Idee hier Spanisch zu lernen, warfen wir bereits am ersten Tag über Board.

Unser Hostel, oder eher deren Hängematten an 22 Palmen, hielten uns dann immerhin 4 Tage im Ort.

Wir haben dann doch noch einen Strand gefunden der tauglich war (Pocitas), aber die lange Taxifahrt hin und zurück haben wir nur einmal gemacht. Und so haben wir wiedermal faul auf der Haut gelegenJ. Und uns Sonnenbrände geholt. Autsch.

 

Tja, und da wir ja nun schon im Norden Perus angekommen waren ging es plötzlich schneller nach Ecuador als erwartet. Wir nahmen wieder einen Schüttelbecher und fuhren über die ecuadorianische Grenze nach CUENCA. Schnell veränderte sich auch die Landschaft. Aus trockener Wüste wurde Dschungel. Aus vertrockneten Sträuchern Bananenstauden so weit das Auge reicht. Ein herrlicher Anblick. Die Ankunft in Cuenca liess unser Herz sofort höher schlagen. Weshalb erfahrt ihr dann im Reisebericht Nr.3 über Ecuador.

Hasta luego!






 

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