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Bilder zum Bericht unter www.travel-bugs.org/album-1642973.html

Fragen und Anregungen zum Reisebericht an info@travel-bugs.org

 

(Stand Juli 2010)

 

Ecuador ist nach der Äquatorlinie benannt die durch das Land verläuft, und grenzt an Peru, Kolumbien und den Pazifischen Ozean. Es ist eines der geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch vielfältigsten Länder der Erde. Das Land unterteilt sich in Küstengebiet, den Anden mit Gipfeln bis zu 6310m, Amazonasgebiet und den Galapagos Inseln. Ecuador hat 14 Millionen Einwohner, wovon 2,2 Millionen in der Hauptstadt Quito wohnen.  

 

Informationen über verschiedene Orte

Quito

Quito hat ein schönes historisches Zentrum, ansonsten ist die Hauptstadt Ecuadors ziemlich hektisch und lärmig. Sehenswert ist die Kirche „Compania de Jesus“ die mit 7 Tonnen Gold verziert ist. Auch die „Basilika“ lohnt einen Besuch. Auf deren Türmen hat man einen schönen Blick über ganz Quito. Man kann ruhig einfach in der Altstadt herumschlendern ohne bestimmtes Ziel. Die ganze Altstadt von Quito ist jeden Sonntag Autofrei (zwischen 08 und 16 Uhr). Gut für eine Besichtigungstour.

Quito hat ein gut funktionierendes Bussystem wo die Busse meist auf einer eigenen Spur fahren und somit nicht im Stau festhängen. Die Fahrt quer durch die Stadt kostet 0.25 $ egal wie viele Stationen man fährt. Leider sind die Busse jedoch fast zur jeder Tages-und Nachtzeit gestossen voll. Wer mit viel Gepäck unterwegs ist, sollte die Busse unbedingt meiden und ein Taxi nehmen. Wer den Fahrpreis kennt kann diesen schon im Voraus abmachen. Ansonsten darum bitten, dass der Taxameter eingeschalten wird (dieser sollte eigentlich immer angeschaltet sein).

Spanisch lernen kann man in der Banana Spanish School (www.bananaspanish.com). Eine kleine, familiäre, sehr empfehlenswerte Sprachschule mit motivierten Lehrern die auch pünktlich zum Unterricht erscheinen (in Lateinamerika nicht selbstverständlich). Zudem ausserordentlich günstig. Eine Woche Privatunterricht kostet 110 Dollar.

Ein nettes Hostel ist das San Blas am Plaza San Blas. Es liegt am Anfang der Altstadt an guter Lage. Der öffentliche Verkehr liegt vor der Haustür. In die Altstadt kann man zu Fuss gehen. Ins moderne Mariscal Quartier sind es mit dem Bus 10 min. Das Gebäude stammt aus der Kolonialzeit und die Zimmer haben nur Fenster zum Innenhof. Dafür haben die Zimmer ein eigenes Bad und sind sehr günstig. DZ 7,50 Dollar pro Person. Frühstück wird nicht angeboten. Es steht eine Küche zur Verfügung die brauchbar ist.

Wer sich ins Nachtleben stürzen möchte kann dies im Mariscal Quartier tun. Rund um den Plaza Foch reiht sich ein Club nach dem anderen. Aber Vorsicht. Nachts nie alleine unterwegs sein und besser ein Taxi nehmen. Das Quartier ist zwar sicherer geworden aber Wachsamkeit ist trotzdem nötig und auf die vielerorts postierte Polizei sollte man sich auch nicht verlassen.

 

Montañita

Ein kleines, verrücktes Hippie Partydorf mit vielen Clubs und Restaurants. Die berühmteste Strasse ist die Calle de cocteles (Cocktail Strasse) mit vielen tollen Cocktails unter freiem Himmel. Eine wunderschöne Unterkunft sind die Montañita Cabanas, die jedoch bevorzugt für Studenten der Montañita Spanish School reserviert sind. Am Strand hat es gute Surfwellen. Am Wochenende geht die Party ab bis früh am Morgen. Also nichts für Ruhesuchende. Ansonsten, unbedingt hingehen. Auch ein guter Zwischenstopp auf dem Weg zum Machanilla Nationalpark an der Küste bei Puerto Lopez.

Die zu empfehlende Sprachschule Montanita Spanish & Surf (www.montanitaspanishschool.com) bietet neben Spanischunterricht viele andere Aktivitäten an wie Tauchen, Surfen, Yoga, usw. Auch gibt es ein spezielles Programm für Personen aus dem medizinischen Bereich (Medical Spanish). Morgens erhält man Unterricht, am Nachmittag hilft man in einer nahegelegenen Klinik.

 

Cuenca

Zurecht verdient Cuenca den Namen Juwel des Südens. Eine saubere, freundliche Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Die Kirche „Imaculate“ am Parque Calderon gehört zu den grössten Amerikas. Bei der Betrachtung der Kirche kamen wir nicht aus dem Staunen heraus. Unbedingt anschauen.

Gratis Eintritt gibt’s zu Ruinen beim Pumapungo Museum. Eine schöne Anlage mit Vogelgehegen und Kräutergarten.

Sehr zu empfehlen ist das Hostel La Cigale an der Calle Honorate Vasques. Top saubere, nett eingerichtete Zimmer mit eigenem Bad, Wäscheservice und tolles Restaurant. DZ 9-10 Dollar pro Person.

 

Otavalo

Otavalo liegt nördlich von Quito, 2 Stunden Busfahrt entfernt. Die Stadt ist umgeben von schönen Vulkanen und Lagunen die zum Wandern einladen. In der Stadt trifft man auf die Indígenas mit ihren traditionellen Anacos (Kleidung der Otavaleños). Die Männer tragen lange schwarze Zöpfe. Jeden Samstag findet der grösste Kunsthandwerk Markt Südamerikas statt, der sich vom Plaza de Poncho bis in die angrenzenden Strassen erstreckt. In der Nähe des Stadions findet früh am Samstagmorgen  der Tiermarkt statt.  Ein sehenswertes Spektakel. Am besten vor 08 Uhr hingehen.

Ein lohnenswerter Ausflug führt zur Kraterlagune Cuicocha. Am Busterminal in Otavalo einen Bus nach Cotacachi nehmen und bei der Plaza in Cuicocha aussteigen (ansonsten den Busfahrer um Hilfe bitten). Dann ein Taxi nehmen für rund 4 Dollar zur Lagune. Man kann in rund 6 Stunden um die Lagune herumwandern.

Eine andere Wanderung führt zum Fuya Fuya. Den Ausgangspunkt an der Lagune Mojanda erreicht man nur mit dem Taxi (10 Dollar) oder mit einer Camionetta (Pick up). Zum Gipfel Fuya Fuya sind es nur ca. 2 Stunden, es geht aber immer den Berg hoch. Die Wanderung lohnt sich nur bei sehr gutem Wetter. Der Weg zum Gipfel ist nicht besonders aufregend, das Panorama oben umso mehr.

In der für Leder berühmten Stadt Cotacachi, rund 25 min. mit dem Bus von Otavalo, kann man herrlich shoppen. Es gibt Ledertaschen für weniger als 40 Dollar. Einfach einen Bus nach Cotacachi nehmen und ins Zentrum fahren.

Im Hostel El Geranio kann man für nur 5 Dollar übernachten. Es gibt gratis WIFI. Frühstück kostet 2,50 Dollar. Manche Zimmer sind neu, andere etwas in die Jahre gekommen. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad, zudem gibt es eine Gemeinschaftsküche.

Für Selbstversorger gibt es an der Strasse  Montalvo einen grossen Lebensmittelmarkt (täglich). Einen Supermarkt gibt es an der Strasse Sucre (Tia).

Ein gutes Restaurant ist das Buena Vista am Plaza de Poncho. Jedoch sind die Portionen klein und der Preis für ecuadorianische Preise eher hoch. Dafür gibt es gratis WIFI. Auch zu empfehlen ist das Restaurant des Hostels Doña Esther in der Nähe des Plaza Bolivars.

 

Atacames

Laute Partystadt mit Ballermann Atmosphäre. Eine Strandbar grenzt an die andere. Wer die Nacht zum Tag machen will ist da richtig.

 

Mindo

Ruhiger Ort mitten im Nebelwald, nur 2 Stunden Busfahrt von Quito enfernt. Tolle Brownies gibt es im Choco-arte cafe. In Mindo kann man viele Outdoor Aktivitäten machen wie Reiten, Canopy, Besichtigen von Orchideen-, Schmetterling-, und Kolibrifarmen usw.

Ein sehr nettes Hostel ist das Jardin de los Pajaros. DZ 13 Dollar pro Person. Nettes Personal, gutes Frühstück, Pool, tolle Relax Atmosphäre.

 

Limoncocha

Wer einen Dschungel Trip machen will, dem empfehlen wir wärmstens eine Tour mit dem Schweizer Guide Jonas Holl. An der Lagune Limoncocha beim Rio Napo verbringt man 4 Tage 3 Nächte bei einer einheimischen Familie. Abseits von allen Touristen streift man mit dem Schamanen Don Silverio durch den Dschungel. Piranha fischen, Kaimane beobachten und Yuca ausgraben sind nur einige Beispiele von Aktivitäten. Gegessen wird was der Dschungel hergibt. Die Tour gestaltet Jonas sehr individuell und beim Abreisetermin ist er flexibel.

Eine Tour die man nicht so schnell wieder vergisst! Nicht verpassen! 

Unter folgendem link findest du mehr Informationen oder email jonasholl@hotmail.com

 

Unterwegs in Ecuador

Bus

Busse sind in Ecuador das Fortbewegungsmittel. Pro Stunde Busfahrt bezahlt man in der Regel 1 Dollar. Eine Vorreservation der Tickets ist nicht nötig. Einfach genug früh zum Busterminal gehen und sich ein Ticket ergattern. Am besten an mehreren Schaltern fragen und Preise vergleichen.

Folgende Sachen sind zu beachten:

·         Handgepäck immer mit einem Schloss verschliessen, nah bei sich behalten und nie aus den Augen lassen.

·         Nie auf jemanden hören der einem auffordert das Handgepäck irgendwo zu verstauen, da es doch so viel bequemer sei! Adios Handgepäck.

·         Nie etwas auf die Gepäckablage über den Sitzen legen.

Ecuadorianische Busse sind selten pünktlich und die Fahrtzeiten sind oft optimistisch angegeben. Also genug Zeit und Geduld einplanen.

Bushaltestellen gibt es nur selten. Den Bus hält man an indem man an die Strasse steht und die Hand hochhält. An der Frontscheibe ist das Fahrtziel angegeben. Die „Kassierer“ im Bus versuchen oft etwas mehr abzuknöpfen für das Ticket. Nochmals, 1 Dollar pro Stunde ist die Regel.

 

Taxi

Der Preis sollte immer vor der Fahrt mit dem Taxifahrer ausgemacht werden. Taxometer gibt es nicht. Erkundige dich vorab über die Preise für eine Fahrt beim Hostelpersonal oder bei Ortskundigen. Die Taxifahrer probieren den Touristen oft mehr abzuknöpfen. Will der Taxifahrer nicht für den geforderten Preis fahren, einfach das nächste Taxi anhalten, denn meist gibt es mehr als genug Taxis.

Ein beliebter Trick ist auch „oh ich habe kein Rückgeld“. Dann darauf bestehen Rückgeld zu erhalten oder einfach gleich selber wechseln gehen. Der Standardtarif für mittlere Strecken in den meisten Städten liegt bei etwa 1-2 Dollar.

 

Flugzeug

Inlandflüge erhält man ab ca. 50 US$. Das Flugnetz ist gut ausgebaut und Tickets lassen sich übers Internet buchen. (www.tame.com.ec,  www.icaro.com.ec) Die Flüge sind oft überbucht, daher ist es besser einen Flug früh morgens zu nehmen. Zudem sollte man mind. 2 Stunden vorher am Flughafen sein, da auch ein zu frühes Abfliegen möglich ist. Ebenso wie Verspätungen.

 

Essen in Ecuador

Mittags kann man in vielen Restaurants günstige Menüs erhalten zum Preis von 1.50 bis 3 Dollar (Almuerzo). Dazu gehört meist Vorspeise, Hauptgang, Fruchtsaft. Die Gerichte á la carte sind meist sehr gross, die man sich auch teilen kann. Sehr lecker ist das Churrasco, ein Gericht aus Rindfleisch, Salat, Pommes Frites, Reis, Avocado und Spiegelei.

Lebensmittel vom Markt sind sehr günstig. Grosses Sparpotential. Nur aufpassen dass man nicht zu viel bezahlt.

Es gibt auch viele Take Away Gerichte wie Salchipapa (Pommes Frites mit Würstchen) für Rund einen Dollar.

Das Leitungswasser in Ecuador sollte grundsätzlich nicht getrunken werden. Und wenn, sollte es vorher für mind. 5 min. abgekocht werden. Mineralwasser ist sehr günstig. 5 Liter Wasser ohne Kohlensäure kosten nur 1 Dollar.

 

Tagesbudget Ecuador

Ecuador ist ein günstiges Reiseland. Für ein Bett in einem Mehrbettzimmer eines Hostals zahlt man pro Person zwischen 5 und 7 Dollar, für ein DZ zwischen 7 und 10 Dollar.

Für ein Mittagessen (Menü) in einem einheimischen Restaurant zwischen 1,50 und 3 Dollar. Ein Abendessen in einem besseren Restaurant kostet zwischen 6 und 8 Dollar.

Für den öffentlichen Verkehr innerhalb den Städten zahlt man zwischen 0,20 bis 1 Dollar. Kleinere Ausflüge mit eingerechnet kommt man so mit einem Tagesbudget von rund 22 Dollar aus (pro Person). Möchte man in besseren Hotels übernachten, grössere Touren machen und täglich im Restaurant essen ist’s dann entsprechend mehr.

 

Klima und Reisezeit

Ecuadors Klima besteht aus Regen- und Trockenzeit. Aber es gibt je nach Region erhebliche Unterschiede.

An der Küste herrscht Regenzeit von Januar bis April. Dann ist es dort sehr heiss und fast täglich gibt es einen kräftigen Regenguss. Es ist die Zeit wo auch die Ecuadorianer gerne an die Küste fahren. Von Mai bis Dezember regnet es selten, aber der Himmel ist oft bewölkt, zudem ist es kühler. Wer Wale beobachten will kommt am besten zwischen Juni und September an die Küste.

Im Dschungel (Oriente) regnet es fast das ganze Jahr hindurch. Die Monate August, und von Dezember bis März sind in der Regel am trockensten.

Im Hochland fällt von Oktober bis Mai am meisten Regen. Allerdings regnet es nicht jeden Tag. Grundsätzlich kann man das Hochland das ganze Jahr gut bereisen. Die Temperaturen sind tagsüber frühlingshaft um die 23 Grad.

Aber Achtung. Keine Regel ohne Ausnahme. Das Wetter hält sich längst nicht immer an die Regel. So kann es im Januar wunderschön sonnig sein und im Juni jeden Tag regnen.

 

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreichische und Schweizer Bürger brauchen für die Einreise kein Visum. Es reicht ein Pass welcher mindestens 6 Monate über den Rückreisetermin gültig ist. Beim Zoll bekommt man eine Aufenthaltserlaubnis von 90 Tagen in den Pass gestempelt. Zudem erhält man eine Einreisekarte die man bis zur Ausreise behalten muss. Nach Ablauf der Frist muss man das Land verlassen, kann jedoch erneut einreisen und das ganze beginnt von vorne.

Ein internationaler Impfausweis ist nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich eine Gelbfieber Impfung.

 

TOP TIPPS der Travelbugs

In Ecuador ist es üblich am Markt den Preis eines Produkts zu verhandeln. Hier das Einmaleins dazu.

Gringos bekommen in der Regel einen höheren Preis vor die Nase gesetzt. In der Regel entspricht dies dem Doppelten. Deshalb jeden Preis erst mal um die Hälfte heruntersetzen. Vielleicht trifft man sich dann in der Mitte. Am besten ein nicht allzu begeistertes Gesicht aufsetzen. Will der Verkäufer nicht verhandeln einfach sagen, man werde dann mal weiterschauen und weglaufen. In der Regel kommt einem dann der Verkäufer hinterhergerannt. Und wenn nicht gibt es meist nur ein paar Meter weiter einen anderen Stand mit genau den gleichen Produkten. Dann einfach dort wieder sein Glück versuchen.

 

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